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Faktencheck: 10 Mythen rund ums Auge – was stimmt, was stimmt nicht?

«Ich werde niemals Kontaktlinsen tragen, stell dir mal vor, die rutschen hinter dein Auge!» Nicht selten hört man diese und ähnliche Aussagen über Kontaktlinsen und über unsere Augen im Allgemeinen.

Eckige Augen durchs Fernsehen, bessere Augen durch Fernsehschauen und Sonnenbrand auf den Augäpfeln. Vielen ist oft nicht klar, was stimmt und was nicht. Dieser Artikel zeigt, was wirklich wahr ist und was ein Mythos ist.

1. Karotten verbessern die Sehkraft

Jein. Ob man Möhre, Karotten oder gelbe Rübe sagt: Viele Mütter packen ihren Kindern in die Frühstücksbox das orange Gemüse, damit ihre Kinder keine «schlechten Augen» bekommen. Das enthaltene Beta-Carotin, das vom Körper bei Bedarf in Vitamin A umgewandelt wird. Es ist wichtig für die Sehfähigkeit, denn vor allem die Netzhaut benötigt dieses Vitamin (daneben ist es auch wichtig für das Knochenwachstum, die Haut und anderes). Ein Mangel an Vitamin führt zuerst zu Nachtblindheit.

Obwohl Vitamin A also durchaus gut ist für unsere Augen, verbessert die Aufnahme von Vitamin A die Sehkraft nicht. Es stellt lediglich sicher, dass sie gleichbleibend gut bleibt.

2. Eckige Augen vom Fernsehen

Falsch! Zwar kennt jeder den Spruch der Mutter «Setz‘ dich nicht so nah an den Fernseher! Und nach einer Stunde ist Schluss, ansonsten kriegst du viereckige Augen!», doch wahr ist er nicht. Zwar ist es richtig, dass stundenlanges Fernsehen keinen positiven Effekt auf die Sehfähigkeit hat, doch eckig werden die Augen nicht.

Aber: Besonders bei Kindern ist darauf zu achten, dass sie nicht den ganzen Tag vor Fernsehen, Computer und Konsole sitzen. Ihre Augen befinden sich noch in der Entwicklung und benötigen tägliches «Training» von verschiedenen Sehsituationen.
Dazu gehört Bewegung im Freien, aber nicht Fernsehen: Dort fixieren die Augen über längere Zeit einen Punkt. Wichtig beim Fernsehen sind Pausen und ein ausreichender Abstand zum Gerät (5x Bildschirmdiagonale).

3. Wer in die Sonne schaut, bekommt einen Sonnenbrand in den Augen

Richtig! Nicht nur immer Sommer, sondern auch im Winter sind unsere Augen massiver UV-Strahlung ausgesetzt. Im Sommer ist es die direkte Sonne, im Winter reflektiert und verstärkt Schnee die UV-Strahlung. Sind die Augen zu lange starker Sonnenstrahlung ausgesetzt, verbrennt die Netzhaut. Deshalb sollten Sonnenbrille bzw. Skibrillen auf keinen Fall zu Hause bleiben.

4. Kontaktlinsen mit UV-Schutz machen Sonnenbrillen überflüssig

Falsch! Obwohl mittlerweile alle Hersteller Materialien benutzen, die UV-A- und UV-B-Strahlen filtern, allerdings schützen diese nur bedingt. Besonders starke UV-Strahlung kann durch diese Materialien dringen und die Netzhaut angreifen. Deshalb sollte der direkte Blick in die Sonne (z. B. bei einer Sonnenfinsternis) vermieden werden.

Im Winter kann es zusätzlich zur sogenannten «Schneeblindheit» kommen. Denn obwohl die Temperaturen Minuswerte erreichen, scheint die Sonne und ihre Strahlung wird durch den Schnee reflektiert und so verstärkt. Die Skibrille schützt die Augen dabei sicher vor ihrem Einfluss.

5. Die Kontaktlinse kann hinter das Auge rutschen

Falsch! Obwohl der Mythos weit verbreitet ist, dass Linsen hinter das Auge rutschen können, stimmt es nicht. Der Augapfel ist durch Muskelgewebe und Sehnen mit den Augenlidern verwachsen. Dadurch können Fremdkörper nicht ‚hinter‘ das Auge rutschen. Allerdings kann es passieren, dass Linsen (insbesondere harte Kontaktlinsen) unter das Augenlid rutschen.

Dies ist einfach zu lösen, indem man das Oberlid nach oben zieht, nach unten schaut und nun versucht die Linse vorsichtig hervorzuholen. Sollte es nicht gelingen, ist der Besuch beim Augenarzt nötig!

6. Kontaktlinsen mit Leitungswasser reinigen funktioniert super

Falsch! Und eigentlich müssten hinter dem falsch mehr als nur ein Ausrufezeichen stehen. Am Abend schnell die Kontaktlinsen aus dem Auge und unter Leitungswasser gehalten, um sie zu reinigen, ist extrem gefährlich. Obwohl unser Leitungswasser klar, sauber und sogar trinkbar ist, enthält es nach wie vor Keime und Bakterien. Gelangen diese erst einmal auf die Linsen, finden sie im Auge ein ideales Terrain zur Entwicklung vor.

In jedem Fall ist die Reinigung mit einer sterilen Kochsalzlösung (resp. Desinfektionslösung) und speziellen Reinigungsmitteln nötig.

7. Dioptrienzahl: Für Brille und Linsen gleich

Falsch! Viele denken, sie könnten ohne weitere Absprache mit dem Augenarzt und neuen Messungen die Dioptrienzahl ihrer Brille auf Kontaktlinsen übertragen. Leider wird ausser Acht gelassen, dass der Abstand von Auge zu Brille ein anderer ist wie zur Kontaktlinse. Deshalb ist vor dem ersten Kauf immer eine Messung beim Augenarzt oder Optiker nötig. Diese ermitteln neben der Dioptriezahl auch die Base Curve (BC), die die Krümmung der Hornhaut angibt.

Anschliessend können die Kontaktlinsen günstig online gekauft werden.

8. Gähnen verbessert den Tränenfilm

Richtig! Zwar ist Forschern immer noch unklar, warum Gähnen ansteckend ist, aber bekannt ist, dass es einen positiven Effekt auf den Körper hat. Dabei wird die Produktion des Tränenfilms angeregt und gezwinkert, sodass sich dieser dünne Film regenerieren kann.

9. Beim Schielen bleiben die Augen stehen

Falsch! Zahlreiche Eltern sagen ihren Kindern, dass sie nicht (bewusst) schielen sollen, da sonst ihre Augen unveränderlich stehen bleiben würden.

Die gute Nachricht: Es stimmt nicht. Bisher ist kein Fall bekannt, bei dem die Augen plötzlich stehen geblieben werden.

10. Rauchen schadet den Augen

Richtig! Obwohl viele Raucher sich in den letzten Jahren zu Unrecht in die Ecke gedrängt fühlen, ist nachgewiesen, dass es neben Herzinfarkten, Schlaganfällen und Lungenkrebs auch die Makuladegeneration positiv beeinflusst. Die Makula ist der hintere, mittige Teil der Netzhaut durch den die Sehachse verläuft. Dort sehen wir am schärfsten, doch lässt diese Sehfähigkeit mit dem Alter nach – und Rauchen verstärkt diesen Abbau.

Daneben beeinträchtigt Rauch auch den Tränenfilm, sodass er mitschuldig an trockenen Augen sein kann.